Jugend Herbst Träume in Radebeul

Ein Gläschen Wein, gut gelaunte Menschen, Theater, Musik, Straßenkunst und eine umwerfende Kulisse. Was braucht es mehr für eine standesgemäße Begrüßung der neuen Jahreszeit?

Das 29. Herbst und Weinfest sowie das XXIV. Internationale Wanderfestival haben am vergangenen Wochenende den Herbst alles andere als grau erscheinen lassen. Das Event gehört zu Radebeuls Höhepunkten im September und hat sich in den letzten Jahren sehr etabliert. Die Ticketpreise an der Tageskasse begannen für Erwachsene bei 7 € , im Vorverkauf war der Eintritt um 2€ günstiger. Für diesen Preis bot das Fest unter dem diesjährigen Motto „Jugend Träume“ ein breites Spektrum unterschiedlichster wirklich sehenswerter Darbietungen.

Entsprechend hoch war auch die Besucherdichte in den Straßen und Gassen Altkötzschenbrodas. Ein Kampf um gute Sicht herrschte vor allem an den verschiedenen Kulturschauplätzen, wo manch ein*e Zuschauer*in sich hin und wieder sicher eine Fußbank herbeisehnte.

Neben den 17 eingeladenen Künstlergruppen gab es zudem das 20. Labyrinth namens „Labyläum“ von Richard von Gigantikow am Elbufer zu bestaunen. Mit seinem Team hat es der Direktor des Lügenmuseums aus Abfallholz und Paletten zusammengezimmert. Als krönenden Abschluss wurde dieses Gebilde zum spektakulären „Finale Grande“ abgebrannt.

Alljährlich wird in diesem Zusammenhang der Wandertheaterpreis verliehen. Die Zuschauenden vergeben Punkte per Stimmzettel nach jeder Vorführung und letztlich gewinnt die Theatergruppe mit dem höchsten Durchschnitt. Dieses Jahr ging der besagte Wanderpokal an ADHOK, eine französische Tanztheaterkompagnie, deren Performance „Le Nid“ (das Nest) überzeugen konnte. Das Stück versteht es, die Freuden, Träume, Unsicherheiten und Hürden 18- bis 25-Jähriger auf authentische und unglaublich sympathische Art zu präsentieren. Diese Auseinandersetzung mit den zentralen Fragen und Problemen junger Erwachsener passt natürlich hervorragend zum bereits genannten Motto des Festes. Für die Regie war Achil Bras verantwortlich. Das europaweit gefeierte Stück wurde von Doriane Moretus und Patrick Dordoigne konzipiert Die beiden sind zugleich auch die Gründer*innen der Kompagnie und sind bereit seit 25 Jahren im Bereich der Straßenkunst tätig. Der Gewinn des Wandertheaterpreises bedeutet für die Gruppe übrigens eine verbindliche Einladung für das Theaterfestival im nächsten Jahr.

Diejenigen, die 2020 (wieder) dabei sein möchten, können sich schon das Wochenende vom 25-27. September vormerken. Dann wird sogar ein Doppeljubiläum gefeiert: das 30-jährige Herbst- und Weinfest und das 25. Internationale Wanderfestival. Und: Fußbank nicht vergessen!

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